|
Hausstaub- und Vorratsmilben sind mikroskopisch kleine Spinnentierchen, die unsichtbar unsere Wohnungen besiedeln und zu den häufigsten Auslösern von Allergien gehören.
Sie ernähren sich von unseren Hautschuppen und leben und vermehren sich am besten bei hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen.
Deshalb 9 wichtige Tipps für Milbenallergiker:
Speziell in den Schlafräumen sollten deshalb die Temperaturen möglichst niedrig gehalten werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte weniger als 50% betragen, auf Luftbefeuchter muss daher verzichtet werden.
An erster Stelle steht die Milbensanierung des Bettes, dann des Schlafzimmers, erst dann der übrigen Räume der Wohnung.
Kopfkissen und Bettdeckenfüllung müssen einen milbendichten Überzug erhalten (s.u.) oder sollten aus waschbarem Material (am besten Synthetik-Hohlfaser) bestehen und alle 6-8 Wochen auch bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Die Bettwäsche selbst sollte häufig gewechselt werden.
Die Matraze stellt den größten und gefährlichsten Milbenhort dar. Unabhängig vom Matrazentyp stellt die Umschließung der Matraze mit einem milbendichten Überzug (Encasing) die effektivste Maßnahme dar. Schlafen mehrere Personen im gleichen Raum, müssen die erwähnten Maßnahmen bei Bettzeug und Matrazen für alle Betten vorgenommen werden. Solche Überzüge sind verordnungsfähig Auch sie müssen nach Hersteller-Anleitung gewaschen werden.
Das Ausmaß der Milbenbesiedelung von Teppichböden und Polstermöbeln kann durch den ACAREX®-Test (in Apotheken erhältlich) überprüft werden.
Zimmerpflanzen sind wegen der in der Blumenerde enthaltenen Schimmelpilze ungünstig. Diese stellen einerseits selbst Nahrung für die Milben dar und erleichtern andererseits den Milben den Verzehr der menschlichen und tierischen Hautschuppen.
Wischbare Böden sind empfehlenswert, Staubfänger wie textile Wandbehänge, Vorhänge, offene Regale etc. sollten abgeschafft werden.
Staubsaugen oder staubwischen sollte ein Milbenallergiker möglichst nicht selbst.
Eine ausreichende Lüftung des Zimmers reduziert den Milbengehalt der Luft und senkt besonders im Winter die Luftfeuchtigkeit.
|